EVR Konzernvorstand neu aufgestellt

Matthias Adler rückt nach Heinz-Werner Bitter an die Seite von Jens Koch

Im Vorstand des Evangelischen Verbunds Ruhr (EVR) hat ein Wechsel stattgefunden. Matthias Adler, seit 1. Juli Geschäftsführer der Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel, ist an die Stelle von Heinz-Werner Bitter gerückt, der in den Ruhestand getreten ist. Der EVR ist ein Zusammenschluss der Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel und der Diakonie Ruhr mit ihrem Geschäftsführer Jens Koch. Matthias Adler und Jens Koch bilden nun gemeinsam die Konzernspitze des EVR, in dem sich Gesundheits- und Sozialwirtschaft verbinden.

 

Seit 2018 war Matthias Adler als Kaufmännischer Vorstand eines Diakoniekonzerns in Nordhessen tätig. Zuvor war er von 2014 bis 2018 Mitglied der Konzerngeschäftsführung der RECURA-Kliniken bei Potsdam. Auf Bundesebene ist er als Vorstandsmitglied des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbands (DEKV) und in der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) sowie in Ausschüssen und Arbeitsgruppen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) engagiert.

Die wesentlichen Arbeitsfelder der Diakonie Ruhr sind die Altenpflege und Hilfe für Menschen mit Behinderungen. Die Evangelische Krankenhausgemeinschaft betreibt das EvK Castrop-Rauxel und das EvK Herne mit den Betriebsstellen in Herne-Mitte und Herne-Eickel sowie das EvK Witten. Der EVR-Konzern erwirtschaftete in 2022 mit seinen fast 6.000 Mitarbeitenden ein Umsatzvolumen von 375 Mio. Euro.

Matthias Adler (l.) und Jens Koch bilden den Vorstand des Evangelischen Verbunds Ruhr (EVR)
Matthias Adler (l.) und Jens Koch bilden den Vorstand des Evangelischen Verbunds Ruhr (EVR)

Gemeinsam wollen Adler und Koch die Geschäftsbereiche Gesundheit und Soziales weiter und enger verzahnen und die Zusammenarbeit zwischen den Standorten im Ruhrgebiet intensivieren. „Die Krankenhauslandschaft steht vor großen Herausforderungen und weitreichenden Strukturänderungen. Neben der Digitalisierung steht die sektorenübergreifende Vernetzung und die inhaltliche und prozessuale Verzahnung mit den Sozialbereichen im Vordergrund“, erläutert Adler. „Es ist besonders wichtig, dass wir miteinander unser internes Potenzial optimal ausschöpfen, zukunftsfest strukturieren und Synergieeffekte heben. Dazu gehören auch die administrativen Themen, Bereiche und Servicefunktionen im EVR-Konzern“, erklärt Koch.

Neben den Konzern-internen Themen steht insbesondere die geplante Fusion mit der Ev. Stiftung Augusta Bochum und dem Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid im Vordergrund. Bei einer unternehmensrechtlichen Vernetzung dieser Partner entstünde einer der größten Arbeitgeber in der Region mit knapp 10.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 700 Mio. Euro.

Ziel des EVR und seiner Partner ist es, die medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung, Teilhabe und Integration der Patient*innen, Klient*innen und Bewohner*innen standortübergreifend zu sichern und gleichzeitig durch die Zusammenarbeit die stationären und ambulanten Angebote zu erweitern. „Wir freuen uns auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit miteinander und mit unseren Partnern. Darüber hinaus geht es uns bei unserem Zusammenschluss auch darum, unsere Attraktivität als Arbeitgeber zu stärken und unser umfassendes Versorgungsmodell im Gesundheits- und Sozialwesen noch fokussierter wahrnehmbar zu machen“, sind sich Matthias Adler und Jens Koch einig.